Welchen Hauttyp habe ich? Eine Orientierung für deine Pflege

Welchen Hauttyp habe ich? Eine Orientierung für deine Pflege

Auf der einen Creme steht „für trockene Haut“, auf der nächsten „für Mischhaut“. Du hältst beide in der Hand: Die Wangen spannen manchmal, die Nase glänzt, und gestern war eigentlich alles angenehm. Welche Angabe hilft jetzt beim Aussuchen?

Für den Anfang reicht eine Beobachtung aus deinem Alltag. Wo fühlt sich die Haut wie an, und wann fällt es dir auf? Wir sortieren die Begriffe so, dass du damit eine Entscheidung treffen kannst. Eine perfekte Zuordnung brauchst du dafür nicht.

Schau auf dein Gesicht, ohne eine Prüfung daraus zu machen

Nimm einen gewöhnlichen Tag als Ausgangspunkt. Vielleicht bemerkst du beim Eincremen raue Stellen an den Wangen. Oder du tupfst am Nachmittag etwas Glanz von Stirn und Nase ab. Beides ist hilfreicher als die Frage, ob dein Gesicht genau wie ein Hauttyp-Foto aussieht.

Du kannst dir ein paar Tage lang kurze Notizen machen: Wo glänzt es? Wo spannt es? Was hast du vorher benutzt? Dafür musst du weder ein neues Produkt kaufen noch die Haut absichtlich lange ohne Pflege lassen. Wenn das Waschen unangenehm ist, steht zuerst dieses Unbehagen im Vordergrund.

Auch für eine Beratung sind solche Sätze Gold wert. „Die Creme gefällt mir, aber auf der Stirn bleibt mir zu viel Film“ erzählt viel mehr als ein vorsichtiges „Vielleicht habe ich Mischhaut“. Bring ruhig die Namen deiner bisherigen Produkte mit. So lässt sich dort anknüpfen, wo du schon gute Erfahrungen gemacht hast.

Vier Begriffe, die dir auf Verpackungen begegnen

Die folgenden Merkmale sind eine erste Orientierung, angelehnt an die Hauttyp-Übersicht der American Academy of Dermatology. Sie ersetzen keine Untersuchung bei Beschwerden.

Normale Haut wirkt meist ausgeglichen und fühlt sich ohne auffällige Trockenheit oder Fettigkeit angenehm an. „Normal“ ist hier eine Kategorie auf der Verpackung, kein Schönheitsmaßstab. Auch dann musst du kein zusätzliches Pflegeziel suchen.

Trockene Haut kann rau wirken, schuppen oder jucken. Wenn du solche Merkmale wiedererkennst, findest du im Beitrag über trockene Haut und ihre Pflege eine ausführlichere Orientierung.

Fettige Haut glänzt und fühlt sich eher ölig an. Für die Auswahl lohnt sich der Blick auf das Hautgefühl über den Tag. Unsere Notes über fettige Haut führen das Thema weiter.

Mischhaut vereint trockenere und öligere Bereiche. Häufig betrifft der Glanz die T-Zone aus Stirn, Nase und Kinn. Die Wangen können sich anders anfühlen. Bei der Creme kannst du diese Bereiche unterschiedlich berücksichtigen; die AAD beschreibt das in ihrer Beratung zur Feuchtigkeitspflege. Wie daraus ein überschaubarer Ablauf wird, liest du bei Mischhaut und K-Beauty.

Und wohin gehören empfindlich und feuchtigkeitsarm?

Hier werden Verpackungen manchmal unübersichtlich. „Empfindlich“ beschreibt vor allem eine geringe Verträglichkeit gegenüber Einflüssen oder Produkten. Das kann sich etwa durch Brennen, Jucken oder Rötung zeigen. DermNet ordnet empfindliche Haut als beschreibenden Alltagsbegriff ein, hinter dem unterschiedliche Ursachen stehen können.

Für unsere Pflegeorientierung betrachten wir Empfindlichkeit deshalb zusätzlich zu Glanz und Trockenheit. Sie kann länger bestehen oder in bestimmten Situationen auffallen; sie ist nicht automatisch eine kurze Phase. Wenn du darauf achten möchtest, geht es hier zum Beitrag über empfindliche Haut.

„Feuchtigkeitsarm“ meint in der kosmetischen Beratung einen geringen Wassergehalt in der obersten Hautschicht. Die praktische Kurzform „trocken braucht Fett, feuchtigkeitsarm braucht Wasser“ greift allerdings zu kurz: Bei trockener Haut hängen Wasserbindung, Hautfette und Barrierefunktion zusammen. Das erläutert DermNet zum Aufbau und zu den Ursachen trockener Haut. Ein Spannungsgefühl allein verrät dir noch nicht, welcher Zusammenhang bei dir vorliegt.

Wenn die Haut neuerdings auf mehrere Produkte reagiert, hilft deshalb die Frage nach dem Hauttyp nur begrenzt weiter. Unser Beitrag Wenn die Haut spannt oder brennt: Die Hautbarriere verstehen nimmt genau dieses Anliegen auf.

Von der Beobachtung zu einer passenden Creme

Angenommen, deine Wangen fühlen sich nach der bisherigen Pflege noch trocken an, während du mit dem Rest deiner Routine zufrieden bist. Dann kannst du zunächst nach einer cremigeren Textur schauen. Cremes sind häufig gehaltvoller als Lotionen und Gele; das ist eine Auswahlhilfe, keine Zusage für jedes Produkt. Die Unterschiede erklärt die oben verlinkte AAD-Beratung zur Feuchtigkeitspflege.

Ein Beispiel aus unserem Sortiment ist die Pyunkang Yul Moisture Cream. Sie wird als reichhaltige Creme ohne zugesetzte Duftstoffe angeboten; in der aktuell aufgeführten Zutatenliste stehen unter anderem Jojobaöl und Sheabutter. Du kannst sie also als Cremetextur in deinen Vergleich aufnehmen. Ob dir das fertige Produkt gefällt und ob du es verträgst, lässt sich aus der Hauttyp-Angabe allein nicht vorhersagen.

Erzähl uns gern auch, was bei der Auswahl feststeht: vielleicht dein Budget oder die Tatsache, dass morgens alles in wenige Minuten passen soll. Das macht die Beratung konkreter. Wir können vorhandene Produkte mitdenken und gemeinsam schauen, welche Frage noch offen ist.

Welches Thema beschäftigt dich darüber hinaus?

Manche Fragen betreffen nur einen kleinen Teil des Gesichts. Andere begleiten dich schon länger. Hier findest du die passende Vertiefung:

Für die Reihenfolge am Waschbecken führt dich die Übersicht zur koreanischen Hautpflege-Routine durch die Pflegeschritte. Reinigen, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz bilden eine einfache Grundlage. Bei anhaltendem Brennen, starkem Juckreiz, schmerzhaften oder entzündeten Stellen ist eine dermatologische Einschätzung sinnvoll, bevor du weiter mit neuen Produkten ausprobierst.

Was wir sicher wissen

  • Hauttyp-Begriffe helfen beim Sortieren von Pflege, sind aber keine Diagnose.
  • Bei Mischhaut können sich verschiedene Gesichtspartien deutlich unterscheiden.
  • Empfindlichkeit verdient zusätzlich Aufmerksamkeit; hinter Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stehen.
  • Wassergehalt und Hautfette lassen sich bei trockener Haut nicht völlig getrennt betrachten.

Quellen

Produktangaben und Links geprüft am 8. September 2026. Bei abweichenden Angaben gilt die Kennzeichnung auf deiner Packung.